Jugendprogramm

2020

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2019

 

Verhaltenskodex der Bayerischen Fischerjugend

Bei uns nicht!

Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt im Jugendverband

Die Bayerische Fischerjugend hat einen Verhaltenskodex zur Prävention sexualisierter Gewalt verabschiedet. Der Verhaltenskodex formuliert eine Selbstverpflichtung der in der Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich Tätigen,  um das Anliegen und die Realisierung der Prävention sexualisierter Gewalt zu unterstützen. Er wendet sich sowohl an Ehrenamtliche als auch Hauptberufliche innerhalb der Bayerischen Fischerjugend. Alle Verantwortlichen in der Kinder- und Jugendarbeit sollen auf den Verhaltenskodex und seine Bedeutung hingewiesen und von Ihnen unterschrieben werden. Es geht also nicht um eine Überwachung der ehrenamtlich und hauptberuflich Tätigen, sondern um eine Sensibilisierung für das Thema der sexualisierten Gewalt. Die Jugendleiter erhalten den Verhaltenskodex rechtzeitig zugeschickt. Wir bitten die Jugendleiter, den Verhaltenskodex durchzulesen und zu unterschreiben. Außerdem soll der Kodex an alle Helfer und Mitarbeiter der Jugendgruppe weitergereicht und von diesen unterschrieben werden. Sinnvollerweise soll das Thema im Jugendleitungsteam besprochen, diskutiert und reflektiert werden.  Anschließend können die ehrenamtlich Engagierten das Dokument zu ihren Unterlagen hinzufügen und ablegen.

Der Verhaltenskodex ist nicht mit dem Führungszeugnis zu verwechseln, mit dem sich die Landesjugendleitung intensiv in letzter Zeit beschäftigt hat. Die Bayerische Fischerjugend wird in Kürze mit dem Landesfischereiverband Bayern e.V. eine Handlungsempfehlung erarbeiten. Sobald es neue Informationen zur Handlungsempfehlung „erweitertes Führungszeugnis“ gibt, werden die Verantwortlichen rechtzeitig informiert werden.

Kinder- und Jugendarbeit bietet persönliche Nähe und eine Gemeinschaft, in der Lebensfreude und lustvolles, ganzheitliches Lernen und Handeln Raum finden.

Die Leiter/-innen übernehmen in vielfacher Weise Verantwortung für das Wohl der ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen. Ein Ziel ist dabei, sie so zuverlässig wie möglich vor sexualisierter Gewalt zu schützen und ein sicherer Ort für sie zu sein. Täter/-innen sollen in der Jugendarbeit keinen Platz haben. Der Verhaltenskodex ist in der Jugendarbeit eine grundlegende Maßnahme, um potentielle Täter abzuschrecken.

Er steht in Bezug zur inhaltlichen Intention des Kinderschutzgesetzes und formuliert eine Selbstverpflichtung zum respektvollen und Grenzen achtenden Umgang in diesem Arbeitsfeld.

Die Kinder- und Jugendarbeit in Bayern tritt entschieden für die Prävention sexualisierter Gewalt ein. Eine klare Positionierung zum Kinderschutz, ein Klima von offener Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Transparenz und Sensibilisierung tragen maßgeblich zur Qualität unserer Arbeit bei. Dadurch können sich Kinder und Jugendliche sowie Mitarbeiter/-innen hier wohl und sicher fühlen.

„Seit mehr als zehn Jahren arbeitet der Bayerische Jugendring daran, Mädchen und Jungen möglichst wirkungsvoll vor sexueller Gewalt zu schützen. Dazu startete PräTect 2003 als Modellprojekt, seit 2006 wird die Arbeit als Fachberatungsstelle im BJR fortgesetzt. Wirksamer Schutz vor sexueller Gewalt kann nicht durch punktuell stattfindende Präventionsangebote erreicht werden. Organisationen brauchen eine Gesamtstrategie für Schutzmaßnahmen, die die spezifischen Strukturen und Prinzipien von Jugendarbeit einbeziehen und auf allen Ebenen von Jugendverbänden wirksam werden.“ (Bayerischer Jugendring)

Zum Schluss möchten wir unseren PräTect Vertrauenspersonen Elke Nagl und Nikolaus Schöfmann für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit danken, die das Thema „Verhaltenskodex“ maßgeblich mitbestimmt und vorangetrieben haben. Die Vertrauenspersonen sind eine weiterer grundlegender Baustein zur Prävention



Simon Ternyik